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Detailinformation
Artikelname: QBG Bd 26: Graubünden und der Heimatschutz
Kategorie: Staatsarchiv Graubünden
Unterkategorie: Quellen und Forschungen zur Bündner Geschichte (QBG)
Artikel-Nummer: 418-1
Verkaufspreis: SFr. 38.00
   
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«Graubünden und der Heimatschutz» - Von der Erfindung der Heimat zur Erhaltung des Dorfes Guarda heisst der 26. Band aus der Reihe «Quellen und Forschungen zur Bündner Geschichte» vom Staatsarchiv Graubünden. Verfasst hat das Werk Simon Bundi.
Die Kritik an der Moderne hat viele Gesichter. Eines davon ist der Heimatschutz, der als Institution in Graubünden seit 1905 gegen die neuen Architekturformen des 19. Jahrhunderts, gegen die Veränderung der Landschaft durch Kraftwerke, Hotelbauten und Bergbahnen sowie gegen den Verlust der Volkskultur kämpfte.
Zur selben Zeit wurde sogar die «rätoromanische Renaissance» zu einer eigentlichen Heimatbewegung.
Doch wie kam in der Schweiz und in Graubünden überhaupt die Vorstellung auf, man müsse die Kultur der Alten aktiv fördern und die Natur schützen? Wer waren die Heimatschützer, und wie sahen sie die Bewohner dieser Heimat? Wie funktionierten Heimatschutz und Heimatstil damals in der Praxis? Diese Diskursgeschichte versucht als erste, dieses Phänomen in Graubünden bis 1945 umfassend darzustellen und zu erläutern. Es geht dabei nicht nur darum aufzuzeigen, dass der Heimatschutz in ein ganzes Ensemble ähnlicher Diskurse eingebunden war, sondern auch um Probleme der Macht bei der Erfindung einer neuen Sicht auf die Heimat.
Die Frage, ob Heimatschutz in Graubünden mit politischer oder nationaler Identität zu tun hatte, durchzieht die ganze Untersuchung. Am brisantesten wird sie angesichts der Kriegsgefahr Ende der 1930er-Jahre. Die Erhaltung des Schellen-Ursli-Dorfes Guarda 1939-1945 war damals ein Vorzeigeprojekt des Heimatschutzes. An Guarda erweist es sich am konkreten Einzelfall, ob es mit den grossen Ideen von Geistiger Landesverteidigung und nationaler Kulturwahrung wirklich so weit her war, wie es das Schweizer Geschichtsbild bisweilen vorgibt.
Heute sind Zweitwohnungen, Windparks und Solaranlagen auf Hausdächern in aller Munde. Solche Pläne geraten oft in Konflikt mit dem Heimatschutz.
Das Buch wirft einen Blick zurück auf die Geschichte jener Institutionen, die seit über 100 Jahren Landschaften, alte Häuser und Trachten oder die rätoromanische Sprache in unserem Kanton fördern und schützen. Was hat es alles gebraucht, um nach 1900 diese neue Sicht auf die eigene Heimat zu erfinden? Wer hat eigentlich den Heimatschutz propagiert und wie haben gewisse Architekten von dieser Bewegung profitiert?
Das wohl grösste Erhaltungsprojekt des frühen Bündner Heimatschutzes wird dann im Detail analysiert, nämlich die Restauration des Dorfes Guarda während des Zweiten Weltkriegs. Die Geschichte um Guarda zeigt zum ersten Mal, welche Ideen man in Graubünden während einer Zeit hatte, als der Bundesrat für die ganze Schweiz eine «Geistige Landesverteidigung» durch den Heimatschutz geplant hatte.

Ozildi tut che discuorra da secundas habitaziuns, parcs da vent ed installaziuns solaras sin tetgs casa. Tals plans vegnan stedi en conflict cun la protecziun dalla patria. Il cudisch Graubünden und der Heimatschutz. Von der Erfindung der Heimat zur Erhaltung des Dorfes Guarda dat in sguard anavos sin la historia da quellas instituziuns che protegian e promovan dapi varga 100 onns cuntradas, casas veglias e costums ni il lungatg romontsch en nies cantun. Tgei ha ei duvrau per inventar entuorn 1900 quella nova vesta sin l'atgna patria? Tgi propagava insumma la protecziun dalla patria e co han certs architects profitau da quei moviment?
Il pli grond project da restauraziun da quels onns vegn lu analisaus el detail, numnadamein il manteniment dil vitg da Guarda duront la Secunda uiara mundiala. La historia da Guarda muossa per l'emprema gada tgei ideas ch'ins veva el Grischun duront il temps ch'il cussegl federal veva planisau per l'entira Svizra ina «Geistige Landesverteidigung» entras il Heimatschutz.

Der Autor
Simon Bundi, geboren 1984, aufgewachsen in Chur und Zignau, studierte nach der Matura in Disentis an der Universiät Zürich Allgemeine Geschichte, Filmwissenschaft und Rätoromanistik. Die Studie zum Heimatschutz in Graubünden entstand als Lizentiatsarbeit bei Prof. Philipp Sarasin. Zurzeit forscht der Autor zum Thema Bürgergemeinden in Graubünden.

Simon Bundi
Graubünden und der Heimatschutz
Von der Erfindung der Heimat zur Erhaltung des Dorfes Guarda
206 Seiten
ISBN: 978-3-85637-418-1
Hardcover
Kommissionsverlag Desertina
CHF 38.- / ¤ 28.-
Neuerscheinung April 2012



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