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Detailinformation
Artikelname: Mythologische Landeskunde Bd. 2
Kategorie: Bücher
Unterkategorie: Geschichte
Artikel-Nummer: 189-3
Verkaufspreis: SFr. 98.00
   
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Der Aargauer Bezirksschulrektor Arnold Büchli (1855-1970) begann in den 1930er-Jahren vorerst während den Ferien, nach 1942 als Berufsfolklorist, im Kanton Graubünden Volkserzählungen zu sammeln. Bis zum Tod im Jahre 1970 konnte er bloss zwei Bände seines umfangreichen Lebenswerkes publizieren, die 1989 in neuer Auflage mit wesentlichen Ergänzungen aus dem Nachlass erschienen.

Zur Herausgabe des geplanten dritten Bandes reichten seine schwindenden Kräfte nicht mehr. Büchlis unedierte Materialien gelangten durch testamentarische Verfügung ins Staatsarchiv Graubünden und wurden 1990 in einem dritten Band erstmals veröffentlicht.

Büchlis Sammelmethode verdient die Prädikate fortschrittlich und systematisch. Er beschränkte sich nicht auf Zufallsfunde, auf wenige Ortschaften, auf Einsendungen von Korrespondenten und sonstige Zuträgerware oder gar auf Kompilationen aus bereits bestehenden Volkserzählsammlungen. Dem unermüdlichen Feldforscher gelang es vielmehr, das Vertrauen von über 1000 Erzählern und Erzählerinnen aus sämtlichen Talschaften des kulturell vielfältigen Kantons Graubünden zu gewinnen. Dabei bemühte sich der Sammler um eine ausgewogene Vertretung aller Sozialschichten und Altersgruppen.

Die 'Mythologische Landeskunde von Graubünden' ist die erste schweizerische Volkserzählsammlung, in welcher Persönlichkeit und individuelle Kreativität der Erzähler und Erzählerinnen ins Zentrum gerückt werden. Dies äussert sich nicht nur in der Anordnung der Texte nach den Wohnorten der Gewährsleute, sondern auch in der Beschreibung ihrer Lebensumstände. Büchli schildert vergangene und momentane Erzählsituationen, wodurch die verschiedenartigen Funktionen der Volkserzählung innerhalb der zwischenmenschlichen Verständigung zum Ausdruck kommen.

Die beigegebenen Porträts der Erzähler sowie Abbildungen von Arbeitsgeräten und Häusern spielen nicht die Rolle des unverbindlich schmückenden Beiwerks, sondern bilden zum Verständnis der Erzählungen notwendige Ergänzungen. Büchli bemühte sich zudem während Jahrzehnten um eine möglichst genaue Notierung der zahlreichen Dialekte; auch in dieser Hinsicht erweist sich der Sammler als progressiv, denn er verzichtet vollständig auf die bisher üblichen stilistischen Verschönerungen von Erzähltexten.

Bei seinen Befragungen konzentrierte sich Büchli auf die Sage, nahm aber auch Märchen, Legenden, Schwänke, Rätsel, Sprichwörter, Gebete, Lieder, Grussformeln, Bauern- und Wetterregeln, volksmedizinische Praktiken und Brauchschilderungen auf. Ein alle drei Bände umfassender Registerband (1992 erschienen) ermöglicht das Auffinden weit auseinander liegender Motive und Sachgruppen.



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