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Gautschen bei Casanova Druck
 

Vanessa Peng, Polygrafin, erhält die höhere Weihen beim Gautschen im Pfisterbrunnen der Churer Altstadt

Gautschen nach altem Brauch: Die Casanova Druck und Verlag AG hat in der Churer Altstadt gleich drei Lernende in den Berufsstand erhoben, nachdem sie ihre Berufslehre erfolgreich abgeschlossen haben. Drucktechnologe Marino Fehr, Polygrafin Vanessa Peng und Printmedienverarbeiterin Milena Fasciati wurden traditionsgemäss auf einen nassen Schwamm gesetzt und in den Brunnen geworfen.

Im Besitze des Gautschbriefes können nun die drei erfolgreichen Nachfolger Gutenbergs - dem Erfinder des Buchdruckes - standesgemäss ihrem Beruf nachgehen. Marino Fehr hat als Drucktechnologe mit der hervorragenden Note 5.6 abgeschlossen.

Das Gautschen ist ein alter Buchdruckerbrauch, bei dem ein Auszubildender nach bestandener Abschlussprüfung im Rahmen einer Freisprechungszeremonie in einem Trog oder Brunnen untergetaucht wird. Zu einem Gautschakt gehören neben dem Gäutschling der Gautschmeister, der erste und zweite Packer so wie der Schwammhalter. Meist gibt es noch eine unterschiedliche Zahl an Zeugen oder mehrere Packer, die auch auf dem Gautschbrief ihre Anwesenheit durch Unterschrift bekunden. Nass geht es auch heute noch zu wenn gegautscht wird. Aber nicht nur der Täufling wird nass, sondern oft auch die Packer und die Zuschauer.



Marino Fehr wird gegautscht, nachdem er die Prüfung als Drucktechnologe mit ausgezeichneten 5.6 abgeschlossen hat.


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