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Seit 1975 auf Tauchgang
 

Welcher Seebär hätte gedacht, dass ausgerechnet im Binnenland Schweiz seit 36 Jahren viermal jährlich eine Illustrierte für Taucher herausgegeben wird: Die älteste deutschsprachige Tauchsport-Zeitschrift wird nicht etwa an der Nord- oder an der Ostsee gedruckt, sondern in Chur. Die Casanova Druck und Verlag AG ist für den inhaltlichen Feinschliff, die Inserateakquirierung sowie für Druck und Vertrieb jenes facettenreichen Tauchermagazins zuständig, das der gleichnamige, in Basel ansässige Verein «Taucher Revue» bereits seit 1975 herausgibt.

Die Zeitschrift «für und von Tauchprofis - aber auch für Anfänger und interessierte Leser» wurde einst vom Zürcher Hans Stadelmann, dem Gründer des Reisebüros Manta Reisen, ins Leben gerufen. Der damalige Erscheinungsrhythmus von vier Ausgaben pro Jahr wurde ebenso bis heute beibehalten wie das Konzept, dass Tauchbegeisterte unentgeltlich für andere Tauchbegeisterte schreiben. Dies gilt auch für die Redaktionsleiterin Claudia Silvany-Vogt.

Als Verleger der kaum hierarchisch organisierten Tauchzeitschrift-Herausgeber kann man am ehesten Ruedi Degen bezeichnen, der Basler ist Präsident des Vereins «Taucher Revue». Er war selber jahrzehntelang passionierter Taucher und unternahm in seinem Leben rund 4000 Tauchgänge. Nun steht er einem Verein von rund 50 Taucherinnen und Tauchern vor, welche ihre Unterwasserabenteuer mit der Schweizer Taucherszene teilen wollen. «Unsere Artikel sind vollumfänglich Eigenleistungen, die Ratgeberbeiträge ebenso wie die reich bebilderten Tauchreportagen», erklärte Degen dem Klein Report. Überhaupt fallen die vielen beeindruckenden Unterwasseraufnahmen auf. Für Degen kein Zufall: «Unsere Mitglieder sind auch immer wieder bei Fotowettbewerben erfolgreich», erzählte er.

Das Themenspektrum ist breit, wie ein Blick in die kürzlich erschienene 146. Ausgabe der «Taucher Revue» zeigt. Der Artikel «Südnorwegen: Zurück zur Natur» macht auf Tauchplätze abseits der Touristenströme aufmerksam. Wer lieber in einer exotischeren Destination abtaucht, liest dagegen sicher die Reportage «Alii! Willkommen in Palau».

Der Artikel «Junges Leben im Riff» stellt dagegen den ökologischen Aspekt in den Mittelpunkt und zeigt auf, welch vielfältiger Lebensraum entstehen kann, wenn Tauchgründe von gigantischen Sandverfrachtungen zugedeckt werden. Überhaupt haben Hintergrundartikel ihren festen Platz im Heft. Einerseits wird in einem Artikel erörtert, wie die Meeresversauerung eine «latente Bedrohung mit weitreichenden Folgen» ist, während ein anderer Artikel aufzeigt, welche Chancen die Energiegewinnung aus den Ozeanen bietet. Abgerundet wird die Ausgabe durch einen Hintergrundartikel zu Tauchgepäck am Flughafen und die zum Teil horrenden Preise für Sport- und Übergepäck, einen Bericht über einen abenteuerlichen Tauchgang zu einem historischen Schiffswrack und - in der «Taucher Revue» auch stets ein Muss - einen Unterwasserkrimi.

Die Mischung scheint anzukommen. Die «Taucher Revue», die zu den besten Zeiten eine Auflage von 2500 Exemplaren hatte, setzt aktuell nach wie vor 2000 Exemplare pro Heft ab. «Die `Taucher Revue` finanziert sich hauptsächlich durch die Werbeeinnahmen, sodass wir knapp schwarze Zahlen schreiben. Die Redaktoren müssen aber selbstverständlich alle Reisekosten selber bezahlen», erklärte Vereinspräsident Ruedi Degen.

Der Abonnementpreis liegt seit vielen Jahren unverändert bei 24 Franken. «Am Kiosk ist die Zeitschrift nicht erhältlich, der Vertrieb wäre zu teuer», begründete Degen. Abos können aber ebenso wie Einzelausgaben unter www.taucher-revue.ch bestellt werden. Auf dem Webportal der Zeitschrift können zudem auch ausgewählte Artikel der aktuellen Ausgabe als PDFs gelesen werden.

Die ausgerechnet im Binnenland Schweiz herausgegebene, älteste deutschsprachige Tauchsport-Zeitschrift macht auch im 26. Jahrgang noch einen taufrischen Eindruck. Doch Ruedi Degen gab im Gespräch mit dem Klein Report zu bedenken: «In den nächsten Jahren wird es wichtig sein, jüngere Taucher für ein Mitmachen bei unserem Heft zu begeistern.» Neue Mitglieder seien stets willkommen, fügte er hinzu.

(Beitrag in www.kleinreport.ch)


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