home opti-img/suchen-button-1.gif news sitemap kontakt home
 
Newsarchiv
Portrait
Leitbild
Organigramm
Geschichte
Referenzen
Mitarbeiter
Medien
Kontakt
Offene Stellen
 
 
«Die Vögel Graubündens» - erfolgreiche Buchvernissage
 


«Wir haben 75'000 Datensätze verarbeitet.» Christoph Meier-Zwicky, Autor des soeben erschienenen Buches «Die Vögel Graubündens».


Ursina Straub | Im Dezember 2007 wurde das neue Buch «Die Vögel Graubündens» den Medien vorgestellt. Darin sind sämtliche in Graubünden vorkommende Arten beschrieben; von jenen, die im Kanton brüten bis zu jenen, die alljährlich durchziehen. Rund 300 Vogelarten sind kommentiert. Detailliert beschrieben sind zudem 19 für Graubünden wichtige Arten.


Im neu erschienenen Buch «Die Vögel Graubündens» wird ein spezielles Augenmerk auf sie geworfen: auf die Bündner Arten. «Dies sind nicht zwingend Arten, die nur in Graubünden vorkommen», führt der Autor Christoph Meier-Zwicky aus, «sondern Vogelarten, die einen speziellen Stellenwert für den Kanton haben. Zum Beispiel, weil sie selten sind und Graubünden deshalb eine Verantwortung für diese Arten hat.»
Zu den im Buch beschriebenen Bündner Arten gehören beispielsweise das ursprünglich aus dem Mittelmeerraum stammende Steinhuhn, der in den Bergwäldern verbreitete Sperlingskauz, der in Gebieten mit Horstfelsen vorkommende Wanderfalke oder der erfolgreich wieder angesiedelte Bartgeier, aber auch der Charaktervogel Bergpieper oder der seltene lokale Brutvogel und Durchzügler Sperbergrasmücke. Die Bündner Arten werden im Buch ausführlich beschrieben und sind mit aktuellen Farbfotos ? auch von ihrem Lebensraum ? dokumentiert.
Die Beiträge zu den Bündner Vögeln wurden von ausgewiesenen Artspezialisten verfasst. So ist zum Beispiel über den weltweit bedrohten Wachtelkönig zu erfahren, dass er schweizweit eine Rarität ist und in Graubünden in Höhenlagen von 1000 bis 1800 Metern über Meer zu fi nden ist. Die heutigen Hauptverbreitungsgebiete dieses Brutvogels sind das Unterengadin und die Surselva. Der Wachtelkönig ist ein heimlicher Wiesenbewohner, er verlässt die schützende, hohe Vegetation kaum. Vielfältige, naturnahe Blumenwiesen, die spät geschnitten werden, mit Heuschrecken, Ameisen, Libellen, Käfern und Schnecken, bieten dem Wachtelkönig einen gedeckten Tisch. Fehlen extensiv genutzte Flächen, fehlt dem Wachtelkönig die Lebensgrundlage.
Aber nicht nur ihm. Von den 300 Vogelarten in Graubünden sind rund die Hälfte Brutvögel und von diesen wiederum ist ein Drittel gefährdet oder latent gefährdet. Der Hauptgrund dafür ist, dass ihr Lebensraum verschwindet: Intensiv genutztes Kulturland oder Lärmemissionen im Wald sind nur zwei Faktoren, die den Vogelbeständen zusetzen. Im neuen Buch «Die Vögel Graubündens» sind neben der Verbreitung und Beschreibung der Lebensräume auch die Zugbewegungen der Vögel nachzulesen.
Zeigen die Verbreitungsdiagramme das Vorkommen der Brutvögel auf einen Blick; so ist auf den Durchzugsdiagrammen ? sogenannten Phänodiagrammen ? ersichtlich, in welchen Monaten die Vögel in Graubünden durchziehen. «Hier haben wir alle neuen Erkenntnisse und Beobachtungen von Mitgliedern der Ornithologischen Arbeitsgruppe Graubünden (OAG) einbaut », erklärt Christoph Meier-Zwicky.
Überhaupt haben am ganzen Buch neben dem Autorenteam und den Artspezialisten über 200 Mitglieder der OAG mitgearbeitet, sei es, dass sie ihre Beobachtungen gemeldet oder Farbfotos beigesteuert haben. «Je mehr Personen beobachten, desto mehr Vögel werden gesehen », bemerkt Meier lakonisch. Wissenschaftlich abgestützt ist der Band durch die Zusammenarbeit mit der Vogelwarte Sempach. Co-Autor Hans Schmid, Biologe und Fachbereichsleiter an der Schweizerischen Vogelwarte, hat sämtliche Texte gelesen und nötigenfalls ergänzt. Für die Datenaufnahme des Brutvogelatlas war er längere Zeit in Graubünden unterwegs. «Die Vögel Graubündens» ist, obschon wissenschaftlich abgestützt und aufgearbeitet, nicht nur ein Werk für Fachpersonen. Die Texte sind in allgemeinverständlicher Form abgefasst und ergänzt durch prächtige Farbfotos. So richtet sich denn das Buch auch an eine breite Leserschaft: An Jäger, Naturliebhaber, Schüler, Lehrkräfte, Vogelinteressierte, Hobby-Ornithologen und natürlich auch an Fachleute.

«Die Vögel Graubündens» kostet 65 Franken und ist erhältlich beim Bündner Buchvertrieb (081 258 33 30, bbv@casanova.ch, www.shop.casanova.ch) oder im Buchhandel.



<< zurück